Prolog

Ein Toter.nEine Verschollene.nEine Gang.nSieben Jugendliche.n nMysteriöse Dinge geschehen. Niemand weiß, woher sie kommen. Wer sie erzeugt. Und wer als nächstes stirbt. Und was hat dieser mysteriöse Natahn damit zu tun?n nnErstfassung/Orginalausgabe - Unüberarbeitet

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SHAYARI

Zufrieden strich sie ihr verfilztes Haar zurück. Blut klebte an ihren Fingern. Sie ließ das Messer zu Boden fallen und blickte auf den überall mit Blut bespritzten Körper hinab. In der Mitte der Brust saß eine klaffende Wunde. Zufrieden betrachtete sie ihr Werk. Das Blut des Opfers hatte eine große Pfütze auf dem Boden der Lagerhalle hinterlassen. Langsam, aus dem Hinterhalt, hatte sie es überfallen. Langsam wie eine Maus, hatte sie sich angeschlichen und zugestochen. Immer und immer wieder, bis sie traf. Immer und immer wieder, halten die Schreie des Opfers durch die leere Halle. So laut, so qualvoll.

Doch jetzt galt es, die Sache geheim zu halten. Die anderen aus der Gang durften nicht wissen, dass sie ein Mitglied umgebracht hatte. Es würde sie an die tiefsten Abgründe der Gesellschaft bringen. Ihr Leben wäre wie das einer Ausgestoßenen. Sie würde ihren Wohlstand verlieren, und jeden Tag aufs Neue ums Überleben kämpfen müssen. Unter Brücken oder in abgelegenen Gassen schlafen müssen. All das wollte sie nicht. Sie wollte einfach so weiterleben wie bisher. Mit all dem Prunk und Luxus, den das Leben hergab. Auch, wenn sie jemanden ermordet hatte. Auch, wenn jetzt reines, unschuldiges Blut an ihren Fingern klebt. Es durfte einfach nicht aufhören. Ihr jetziges Leben durfte einfach nicht aufhören

Sie machte kehrt, drehte sich noch ein letztes Mal nach der Person um und ging. Ihre Schritte halten durch die Lagerhalle, in der die Gang so oft war. In der sie Schönes, wie auch Schlechtes erlebt hatte. Fast ihr komplettes Leben als Teenager. Und jetzt war es vorbei. Sie hatte ein neues Kapitel aufgeschlagen. Ihr Leben als Lügnerin hatte begonnen. Jeder Schritt musste ab jetzt genau geplant werden, denn ein falscher, könnte ihr den Kopf kosten. Ein falscher Schritt, und ihr jetziges Leben wäre dahin.


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